Budgetrechner
Wie viel Immobilie können Sie sich leisten? Ermitteln Sie den maximalen Kaufpreis basierend auf Ihrem Haushaltseinkommen, Eigenkapital und aktuellen Zinssätzen.
März 2026Mit 25–35 % liegt Ihre Belastung im empfohlenen Bereich. Die meisten Banken akzeptieren diese Quote.
Hintergrundwissen
Die 30-40-Prozent-Regel
Finanzexperten und Banken empfehlen, maximal 30–35 % des monatlichen Haushaltsnettoeinkommens für Wohnkosten (Kreditrate + Nebenkosten) auszugeben. Bei höherer Belastung steigt das Risiko finanzieller Engpässe.
Belastungsquote – Empfehlung der Banken
| Belastungsquote | Bewertung | Empfehlung |
|---|---|---|
| < 25 % | Komfortabel | Entspannt finanzierbar, Rücklagen möglich |
| 25–35 % | Empfohlen | Bankenstandard, solide Finanzierung |
| 35–40 % | Grenzwertig | Nur bei stabilem Einkommen und Puffer |
| > 40 % | Risikobehaftet | Nicht empfohlen – geringe finanzielle Reserve |
Eigenkapital richtig einplanen
- Mindestens: Volle Kaufnebenkosten (7–15 %) aus Eigenkapital
- Empfohlen: 20–30 % des Kaufpreises + Nebenkosten
- Vorteil: Mehr EK = bessere Zinsen = niedrigere Rate
Nebenkosten nicht vergessen
Neben der Kreditrate fallen monatliche Nebenkosten an: Grundsteuer, Versicherung, Instandhaltung (ca. 1–2 €/m²), Hausgeld (bei Eigentumswohnungen). Planen Sie zusätzlich 200–400 €/Monat ein.
Kaufkraft-Vergleich 2026: Was sich mit höheren Zinsen ändert
Mit den aktuellen Zinssätzen von 3,3–3,8 % (Stand: Q1 2026) hat sich die Kaufkraft gegenüber der Niedrigzinsphase drastisch verringert:
| Monatsrate (2 % Tilgung) | Bei 1,0 % Zins (2020) | Bei 3,5 % Zins (2026) |
|---|---|---|
| 1.000 € | 400.000 € Darlehen | 218.000 € Darlehen |
| 1.500 € | 600.000 € Darlehen | 327.000 € Darlehen |
| 2.000 € | 800.000 € Darlehen | 436.000 € Darlehen |
Tipp: Gleichen Sie die geringere Kaufkraft durch mehr Eigenkapital aus. Jede 10.000 € mehr EK senkt das benötigte Darlehen und verbessert die Zinskonditionen. Nutzen Sie unseren Tilgungsrechner für eine exakte Berechnung und den Kaufnebenkosten-Rechner für die vollständige Kostenplanung.
Berechnen Sie Ihre monatliche Rate, Zinslast und Restschuld über die gesamte Laufzeit.
Tilgungsplan berechnenHäufige Fragen
Wie viel Haus kann ich mir leisten?
Als Faustregel gilt: Die monatliche Rate sollte maximal 35 % Ihres Haushaltsnettoeinkommens betragen. Dazu benötigen Sie Eigenkapital für die Kaufnebenkosten (7–15 %) plus idealerweise 20 % des Kaufpreises.
Was zählt zum Haushaltsnettoeinkommen?
Alle regelmäßigen Nettoeinkünfte aller Haushaltsmitglieder: Gehalt, Kindergeld, Mieteinnahmen, regelmäßige Nebeneinkünfte. Einmalige Zahlungen wie Weihnachtsgeld werden oft nur anteilig berücksichtigt.
Warum sind 35 % die Grenze?
Banken verwenden die 35 %-Regel als Richtwert für die Kreditwürdigkeit. Bei höherer Belastung steigt das Risiko, dass Sie bei unvorhergesehenen Ausgaben (Reparaturen, Arbeitslosigkeit) in Zahlungsschwierigkeiten geraten.
Muss ich wirklich Eigenkapital haben?
Theoretisch sind „110-Prozent-Finanzierungen" möglich, aber zu deutlich höheren Zinsen. Empfohlen: Mindestens die Kaufnebenkosten als EK. Ideal: 20–30 % des Kaufpreises für die besten Konditionen.
Hat die Wohnimmobilienkreditrichtlinie 2026 Auswirkungen auf mein Budget?
Ja. Banken müssen seit der EU-Richtlinie die Kreditwürdigkeit strenger prüfen: Lebenshaltungskosten, bestehende Verbindlichkeiten und Puffer für Zinsanstieg werden detailliert berücksichtigt. Das maximale Darlehen kann dadurch niedriger ausfallen als erwartet.
Wie wirken sich 3,5 % Zins vs. 1 % auf mein Budget aus?
Erheblich. Bei 3,5 % Zins und 2 % Tilgung können Sie sich bei gleicher Monatsrate von 1.500 € nur noch ca. 327.000 € statt 600.000 € Darlehen leisten – fast die Hälfte weniger Kaufkraft.